Kopfschmerzen und Tinnitus – was verbindet sie?

Es kommt vor, dass Kopfschmerzen und Tinnitus gemeinsamen Ursprungs sind. So sind Halswirbelsäulenschäden als Auslöser bekannt. Verschleiß oder verspannte Muskeln führen oft zu Halswirbelsäulenbeschwerden, welche ihrerseits Kopfschmerzen verursachen. Nicht selten gesellt sich zu von Halswirbelsäulenleiden ausgelösten Kopfschmerzen noch ein Tinnitus hinzu.

Als weitere, jedoch seltenere Ursache für das Auftreten eines Tinnitus kommt ein Akustikusneurinom infrage, ein gutartiger Nerventumor, der der Nervenscheide des Gleichgewichts- und Hörnervs entstammt. Die Patienten sind häufig neben den Kopfschmerzen und dem Tinnitus auf ihrem Ohr der betroffenen Kopfseite schwerhörig.

Kommt ein Patient sowohl mit Kopfschmerzen als auch einem Tinnitus in die Praxis, schließt der Arzt normalerweise schnell auf eine Halswirbelsäulenveränderung als Auslöser. Zur Diagnostik wird er eine Bewegungsprüfung der Halswirbelsäule durchführen und Röntgenaufnahmen anfertigen. Die anschließende Therapie der Halswirbelsäulenbeschwerden – möglicherweise auch eine Chirotherapie – wird die Kopfschmerzen und den Tinnitus bessern oder beseitigen.

Liegt bei Kopfschmerzen- und Tinnituspatienten jedoch auch eine Schwerhörigkeit vor, ist ferner ein gutartiges Akustikusneurinom in Betracht zu ziehen. Eine Diagnose lässt sich zum Beispiel leicht über eine Kernspintomografie stellen. Meistens muss ein Akustikusneurinom operativ entfernt werden. Dabei verschwinden in der Regel Kopfschmerzen und Tinnitus als Symptome des Akustikusneurinoms. Die Schwerhörigkeit allerdings kann gelegentlich bestehen bleiben.

Comments on this entry are closed.