Was ist ein akuter Tinnitus?
Wenn die Beschwerden nicht länger als einen Monat bestehen, handelt es sich um einen akuten Tinnitus. Bei einer Tinnitusdauer von vier bis zwölf Monaten ist von einem subakuten Tinnitus die Rede. Eine Tinnitusdauer von über einem Jahr gilt als chronischer Tinnitus. Zur Behandlungsplanung ist diese Differenzierung wichtig, da sich eine Therapie an der Tinnitusdauer orientiert. Ebenso hängt die Erfolgsaussicht einer Therapie hiervon ab, wobei ein akuter Tinnitus die günstigste Prognose hat.
Zur weiteren Definition eines akuten Tinnitus lassen sich noch folgende Aspekte heranziehen:
ein objektiver – durch den Untersuchenden erfassbarer – oder subjektiver – nur vom Betroffenen wahrnehmbarer – akuter Tinnitus
Qualität bzw. Charakteristik: Rauschen, Pfeifen, Klingeln, Summen usw.
Schweregrad: Geräuschintensität
Entstehungsort: Außenohr, Mittelohr, Innenohr, Hörnerv, Gehörzentrum im Gehirn
Vorliegen einer Sekundärsymptomatik: kompensierter bzw. dekonpensierter Tinnitus
Verlauf eines akuten Tinnitus
Die Prognose für einen akuten Tinnitus ist gut. Sehr häufig verschwinden die plötzlichen Ohrgeräusche wieder innerhalb von 24 bis 48 Stunden ohne jede Behandlung. Ist dies nach zwei Tagen nicht der Fall, ist dringend das Aufsuchen eines Hals-Nasen-Ohren-Arztes anzuraten, der einen akuten Tinnitus meistens beseitigen kann. Unbedingt sollte ein Arztbesuch erfolgen, wenn sich zum Tinnitus zusätzlich Schwerhörigkeit einstellt.
Selbst ein wiederholt auftretender akuter Tinnitus bedarf keiner Behandlung, solange keine begleitende Hörstörung vorkommt und das Ohrgeräusch nach ein paar Stunden von allein verschwindet.
Positiv an einem akuten Tinnitus ist immerhin, dass dieser als sogenanntes kompensiertes Krankheitsbild in Erscheinung tritt, was bedeutet, dass die Betroffenen keinen subjektiven intensiven Leidensdruck verspüren.
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