Obwohl zu dieser Frage keine verbindlichen Zahlen vorliegen, lässt sich sagen, dass mit der Diagnose „Tinnitus“ nicht automatisch eine Unheilbarkeit verknüpft ist. Gerade beim akuten Tinnitus gibt es eine reelle Chance auf Heilung. Zu klären ist zunächst, was unter dem Begriff der Heilung eines Tinnitus zu verstehen ist. Handelt es sich um das völlige Verschwinden [...]
Wie macht sich Tinnitus bemerkbar?
Das Gehör befindet sich ununterbrochen, Tag und Nacht, in Empfangsbereitschaft. Irgendwo lässt sich immer ein Geräusch wahrnehmen. Straßenlärm, Gespräche, Musik, Kleiderrascheln, Tippen auf der Computer-Tastatur, der eigene Atem und vieles mehr – meistens überlagern sich sogar verschiedene Geräuschimpressionen gleichzeitig. Das ist so alltäglich, dass totale Stille dagegen unnatürlich wirkt.
Im Alltag kaum anzutreffen, lässt sich völlige Stille in einem extra schalldicht erbauten Raum erreichen. Beim Aufenthalt darin zeigt sich, dass jeder dennoch Ohrgeräusche feststellt. Eine sogenannte Tinnitusbereitschaft beziehungsweise ein Grundtinnitus steckt in jedem Menschen. Während ein Teil der Bevölkerung dem Phänomen keine weitere Beachtung schenkt und es bei der üblichen Geräuschkulisse subjektiv nicht weiter wahrnimmt, fühlen sich andere vom Klingeln, Sirren, Rauschen, Summen, Pfeifen oder Pochen ihres Tinnitus permanent beeinträchtigt. Die Bandbreite der subjektiv empfundenen Hörstörung reicht dabei von „etwas lästig“ bis zu „massiv beeinträchtigend“. Tinnitusgeräusche können im Ohr einseitig oder beidseitig sowie lediglich im Kopfinneren auftreten.
Das Tinnitus-Phänomen ist im üblichen Alltag bei den meisten Menschen durch akustische Außenreize verdrängt und ihnen somit nicht bewusst. Diese Tatsache bietet eine Chance zur Tinnitusbehandlung.
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